Senioren und die Hitze

Senioren und die Hitze
Tipps zu der Hitze

Bei den wiederkehrenden Hitzewellen sind die Personen über 65 Jahre besonders bedroht. Bei der Hitze schwitzt man viel. Paradoxerweise bei den Senioren wenn sie zu viel schwitzen oder gar nicht  schwitzen können beide Reaktionen gefährlich werden. Dazu kommen noch andere Beschwerden, die besonders in hohem Alter als Anzeichen für eine Hitzeerkrankung angesehen werden könnten:

  • allgemeine Erschöpfung
  • blasses, aber auch stark rotes Gesicht
  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Übelkeit
  • flache und schnelle Atmung
  • Unruhe und Überempfindlichkeit
  • Muskelschmerzen oder -krämpfe
  • Fieber und/oder Schüttelfrost
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Verstopfung oder Durchfall
Was kann helfen?

Suchen Sie Schatten und begeben Sie sich an einen kühlen Ort, öffnen Sie Ihre Kleidung und trinken Sie viel, am besten natriumreiches Mineralwasser oder leicht gesalzenes Leitungswasser. Denn durch starkes Schwitzen kann es im Körper zu einem Mangel an Flüssigkeit und Elektrolyten kommen. Elektrolyte sind Mineralstoffe wie Natrium oder Kalium, die u. a. in Mineralwasser und in Kochsalz vorkommen.

Kühlen Sie Kopf, Nacken, Hände und Füße mit feuchten, lauwarmen Tüchern. Ein luftiger Strohhut oder andere weiße Kopfbedeckung – vermeiden Sie schwarzfarbige Kleider, denn die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht. Vermeiden Sie die Außenaktivitäten und die Gartenarbeit. Wenn etwas dringendes in dem Garten zu machen ist, dann in den Morgen- oder Abendstunden, wenn die Sonne nicht so intensiv prallt.

Das Lüften von Räumen und das Spazierengehen sollte am besten am frühen Morgen oder am Abend erfolgen.

Kühlende Sprays mit Rosskastanienextrakt, Arnika und Menthol sowie Fußbäder in Salzwasser helfen, Müdigkeit und Schwellungen in den Beinen zu reduzieren.

Es ist zwar Urlaubszeit, aber Sonnenbaden raten wir ab. Bräunen trotz der UV-Filter in Sonnencreme beschleunigt den Alterungsprozess der Haut und kann sogar Krebs verursachen.

Diät in der Sommerhitze

An heißen Sommertagen ist es ratsam, eine leichtere Kost zu wählen. Der Verzehr von Obst, Gemüse und Salaten ist in diesem Fall angebracht. Es ist wichtig, Getränke zu trinken, um dem Körper Feuchtigkeit zuzuführen. Als Minimum gelten etwa 2 Liter pro Tag , vorzugsweise Mineralwasser.

Passt Käffchen zu der Hitze?

Kaffee ist ratsam, aber in Maßen. Das koffeinhaltige Getränk  erhöht den Blutdruck und es ist eine Dosis Energie, die zum Handeln anregt und außerdem mehr Antioxidantien enthält als grüner Tee oder Kakao. Allerdings sollte man bei heißem Wetter mit dem Kaffeegenuss vorsichtig sein. Ein Espresso wird uns nicht dehydrieren, aber es ist wichtig, daran zu denken, dass das Koffein im Kaffee eine harntreibende Wirkung hat und den Elektrolythaushalt stören kann. Mehr als vier Tassen á 200 ml sollten pro Tag nicht getrunken werden (ca. 400 mg Koffein).

Warum sollten wir bei heißem Wetter Alkohol vermeiden?

Alkohol führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße, wodurch eine Überhitzung schneller eintritt. Die Temperaturen in heißen Sommern führen zu einer vermehrten Schweiß- und damit Elektrolytausscheidung, die schließlich zu Dehydrierung, Blutgerinnung und Wasser-Elektrolyt-Störungen führen kann. Der in dieser Zeit konsumierte Alkohol erhöht das Risiko einer Dehydrierung zusätzlich. Alkoholisches Ethanol führt zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels, und in Verbindung mit der Sonne erhöhen alkoholische Getränke das Risiko eines Schlaganfalls, der besonders bei älteren Menschen lebensbedrohlich sein kann.

Befolgen Sie die Ratschläge und Empfehlungen. Wir können uns wirksam gegen die Sonne und hohe Temperaturen schützen! Wenn sich aber Ihr Zustand deutlich verschlechtert, zögern Sie nicht und rufen Sie den Notdienst.

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